Indikationen und Kontraindikationen von Lachgas

Indikationen f├╝r die Lachgassedierung

Lachgas eignet sich zur Anxiolyse in jedem Lebensalter in Kombination mit einer Lokalan├Ąsthesie. F├╝r die Methode eignen sich ebenfalls Patienten, die wegen eines st├Ârenden W├╝rgereflexes schwierig zu behandeln sind, da die Empfindlichkeit der oberen Atemwege einschlie├člich der Mundh├Âhle reduziert wird.

L├Ąngere Eingriffszeiten lassen sich mit der Lachgassedierung sowohl f├╝r den Patienten als auch f├╝r das zahn├Ąrztliche Team besser bew├Ąltigen. Kinder sind besonders dankbare Patienten, wobei sie besonders ab dem ÔÇ×Gameboy-AlterÔÇť von etwa sechs Jahren gut zu f├╝hren sind. Nach oben gibt es keine Altersbegrenzung und gerade betagte Patienten profitieren von den hohen Sauerstoffkonzentrationen, die bei der Methode Anwendung finden.

Kontraindikationen f├╝r die Lachgassedierung

Es gibt nur wenige Kontraindikationen und viele davon sind relativ. Patienten mit ausgepr├Ągten Gesichtsdeformit├Ąten oder einer Verlegung der nasalen Atemwege sind kontraindiziert, da sie das Gas nicht nasal inhalieren k├Ânnen. Geistig Behinderte und Patienten mit schwerwiegenden psychiatrischen Erkrankungen sind ebenfalls ungeeignet, da eine gewisse Kommunikation mit dem Patienten und dessen Kooperation f├╝r die erfolgreiche Anwendung unabdingbar sind.

 

Schwangere, insbesondere im ersten Trimester, d├╝rfen wegen der potenziell fruchtsch├Ądigenden Wirkung nicht behandelt werden. Patienten mit einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sollten mit Vorsicht behandelt werden. Der Atemantrieb bei COPD-Patienten wird ├╝ber den Sauerstoffpartialdruck im Blut gesteuert. Deshalb kann die Gabe einer hohen Sauerstoffkonzentration, die bei der Lachgassedierung obligat erfolgt, potenziell den Atemantrieb vermindern oder gar zum Atemstillstand f├╝hren.

Seltene absolute Kontraindikationen sind k├╝rzlich stattgefundene Augenoperationen mit intraokularem Gas, Pneumothorax, Drogenabh├Ąngigkeit, Ileus, Otitis media und Mastoiditis.

Allergien sind bislang nicht beobachtet worden.

 

Quelle: Institut f├╝r dentale Sedierung, K├Âln