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    Lachgas FAQs 2016

    FAQs zur Lachgassedierung

     

    Die zahnärztliche Sedierung mit Lachgas, bekannt seit über 150 Jahren, findet immer mehr Zuspruch und Anwendung im modernen Behandlungsalltag. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zurückgehende Abdeckung ambulanter Anästhesieleistungen, steigende Nachfrage seitens der Patienten nach schonenden, angstfreien Behandlungen sowie schlichtweg der Wunsch des Behandlers, stressfrei in einer sicheren und kontrollierbaren Umgebung zu arbeiten. Welche Gründe auch immer einen Zahnarzt dazu bewegen, die Integration der Lachgassedierung in das eigene Behandlungsspektrum in Erwägung zu ziehen – die folgenden Fragestellungen können die Entscheidung auf eine solide Basis stellen.

     

    Woher erhalte ich erste Fachinformationen?“

    Will man sich zunächst auf klassische Weise in das Thema einlesen, kann man auf eine sehr junge, deutschsprachige Literatur zurückgreifen. Die beiden Fachbücher „Dentale Sedierung“ (2011) und „Lachgas“ (2013) von Dr. Frank G. Mathers bieten eine hervorragende Möglichkeit, sich in die Thematik einzulesen und sich schon mit reichlich Detailwissen auszustatten. Fehlt einem hierzu die Zeit, erhält man im Web gebündelte Fachinformation unter anderem auf www.sedierung.com

    Auch die Webseite der Deutschen Gesellschaft für dentale Sedierung e.V. www.dgfds.de bietet einen ersten Einblick in eine fachliche Betrachtungsweise. Dort finden sich neben Fachinformationen auch die Richtlinien für die Ausbildung und Zertifizierung.

    „Was sind eigentlich die entscheidenden Vorteile der Methode?“

    Die Methode ist nicht nur äußerst sicher, sondern vor allem für Patient und Behandler sehr komfortabel. Die Sedierung ist mit wenig Zeitaufwand verbunden und der Patient benötigt nach der Behandlung keine lange Aufwachzeit, sondern kann schon kurz nach Beendigung der Inhalation die Praxis alleine verlassen. Das Einsatzgebiet sind Patienten aller Altersgruppen, vor allem Angstpatienten oder Menschen mit starkem Würge- oder Schluckreflex.

    „Was muss ich investieren?“

    Im nächsten Schritt empfiehlt sich eine Auseinandersetzung mit der notwendigen und benötigten Technik in der Praxis und der erste Kontakt zur Industrie. Definitiv zu empfehlen ist hierbei eine Vorführung der Tech-nik und Methodik in der eigenen Praxis. Eine solche Vorführung dauert in der Regel 1,5 Stunden und wird von der Firma BIEWER medical kostenfrei und unverbindlich angeboten. In der Regel sind keinerlei bauliche Veränderungen in den Räumlichkeiten notwendig, sodass sich der Investitionsrahmen sehr genau kalkulieren lässt. Mobile Systeme kosten momentan auf dem Markt zwischen 5.000 und 7.500 EUR.

    „Welche Gerätetechnik ist zu empfehlen?“

    Mobile Systeme wie der sedaflow® slimline Digital der Firma BIEWER medical bieten eine moderne und flexible Einheit, um die Lachgassedierung unkompliziert in die Praxis zu integrieren. Alles befindet sich direkt integriet im Systemwagen. Das Flowmeter, das Herzstück jedes Lachgassystems, ist dabei in digitaler und analoger Variante möglich. Dies ist die Mischeinheit für die Gase Lachgas und Sauerstoff. Über das angeschlossene Patientenschlauchsystem wird über eine Nasenmaske das Gasgemisch dem Patienten zur Inhalation zugeführt. Die Nasenmasken von BIEWER medical gibt es in insgesamt drei verschiedenen Arten sowie zahlreichen Größen und Duftnoten. Für den Patienten spielt der Tragekomfort der Maske eine erhebliche Rolle, wie die Methode empfunden und bewertet wird.

    „Welchen wirtschaftlichen Beitrag leistet die Lachgassedierung?“

    Die Sedierung mit Lachgas kann direkt mit dem Patienten als „Leistung auf Verlangen“ abgerechnet werden. Langjährige Anwender empfehlen hierbei Raten ab 50 EUR pro 30 Minuten. Es gibt viele verschiedene Modelle, die erfolgreich umgesetzt werden. So greifen auch erfolgreich Praxiskonzepte, die die Lachgassedierung den Patienten kostenfrei anbieten, da ihnen so überhaupt erst die Möglichkeit geboten wird, zahnärztliche Leistungen am Patienten zu vollziehen und auch entsprechend zu fakturieren. Auf der anderen Seite gibt es auch Praxen, die Pauschalbeträge von bis zu 200 EUR abrechnen. Die Kosten einer 30-minütigen Behandlung kann man auf circa 10 EUR herunterbrechen, sodass schon wenige Behandlungen pro Monat eine zügige Amortisation der Investition bedeuten. Der wahre wirtschaftliche Mehrwert liegt neben den direkten Einkünften in einem verbesserten Workflow, einer stressfreien und zeiteffektiven Behandlung, verminderter Abbruchquote bei Angstpatienten und „Würgern“ sowie natürlich auch ein Zugewinn an neuen Patienten durch das neue, interessante Angebot der Lachgassedierung.

    „Fortbildung ganz sicher – aber welche?“

    Ebenso wichtig wie die Technik ist eine qualifizierte Ausbildung, die den Anwender auch rechtlich absichert. Bei der Auswahl des Schulungsanbieters sind die offiziellen Richtlinien zu den deutschen Ausbildungsstandards von der Deutschen Gesellschaft für dentale Sedierung e.V. (DGfdS) eine große Hilfe. Diese schreiben eine Schulungsdauer von mindestens zwei Tagen vor und machen auch Vorgaben zu den Inhalten der Kurse. So sollten diverse Ein-Tages- oder Schnupperkurse bei der Wahl ausgeschlossen werden. Seminare des Kölner Instituts für dentale Sedierung umfassen die vorgeschriebenen zwei Tage und achten immer auf eine adäquate Gruppengröße.

    Geleitet werden die Kurse von dem Anästhesisten und Gründer des Instituts Dr. Frank G. Mathers, der viel Erfahrung durch seine Arbeit in Zahnarztpraxen einfließen lässt. Neben den fachlichen Themen zur Sedierung werden auch Punkte wie Abrechnung, Patientenkommunikation und Marketing aufgegriffen. Diese praxisrelevanten Informationen werden von einem langjährigen Anwender aus dem Kreis der Deutschen Gesellschaft für dentale Sedierung e.V. vermittelt. Ergänzend zur Theorie sind praktische Übungen ein ganz wichtiger Bestand- teil der Kurse, um den professionellen Umgang mit der Gerätetechnik zu erlernen. Durch das gegenseitige Sedieren werden wichtige Erfahrungen mit Lachgas, der technischen Applikation sowie der Wirkungsweise gesammelt. Wie in den Richtlinien vorgegeben, wird ein weiterer Kursteil dem Notfallmanagement gewidmet. Die lebensrettenden Sofortmaßnahmen sollte jedes Praxisteam beherrschen. Auch wenn die fachgerecht ausgeführte Lachgassedierung absolut sicher ist, kann es grundsätzlich immer zu Notfällen kommen.

    Autor: Christian Wünsch

     



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